2021 Summertour 3 & 10 Juli
Besichtigung des grössten Traktorenmuseums der Marke Fendt
Weil wir anlässlich unserer Sommerausfahrt wegen einer geplanten, sehr viel versprechenden Besichtigung, bei der nur eine beschränkte Besucherzahl möglich ist, mit einer hohen Beteiligung seitens unserer Clubmitglieder gerechnet hatten, waren schon in der Planungsphase gleich zwei Termine reserviert worden.
Am Sonntag, den 3. und 10. Juli 2021 waren jeweils 15 Teams mit ihren blank polierten Fahrzeugen am Rathaus in Walferdingen gestartet. Das Wetter war an beiden Tagen nicht gerade hochsommerlich, aber trotz- dem akzeptabel und Mützen oder Regenschirme, wenn auch in Reichweite, mussten nicht in den Einsatz kommen. Vor uns lagen wie mit dem Lineal gezogene 69 km, die wir über die Hauptstrassen Richtung Norden auf direktem Wege zurücklegten, um rechtzeitig beim Lohnunternehmen Reiff in Ulflingen anzukommen. Der Hausherr und seine Mitarbeiter hatten uns in 2 Gruppen aufgeteilt, um uns durch die großen Abteilungen der weitläufigen Anlagen zu führen.
Die erste Etappe der Besichtigung galt dem beruflichen Aspekt, nämlich dem eigentlichen Lohnbetrieb mit seinem riesigen Fuhrpark an landwirtschaftlicher Großtechnik im Agrar-, Erdbau und Kommunalbereich. Wir erfuhren, dass es sich hier um einen der größten Betriebe seiner Art in der Region handelt, der wegen seiner Kompetenzen und seines breiten Maschinenangebots weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Nicht nur die Ausmaße der riesigen Maschinenhalle waren beindruckend, sondern auch die Vielfalt der Maschinen und die ganzen technischen Anlagen, die für den reibungslosen Ablauf sämtlicher Dienstleistungen dieses Sektors notwendig sind.
Die zweite Runde unserer Besichtigung galt der großen Leidenschaft und Herzensangelegenheit des Firmenchefs: Josy Reiff persönlich lotste uns durch seine PS-Sammlung im XXL-Format. In den letzten 20 Jahren hat er sie wahrscheinlich weltweit größte Sammlung an Traktoren der Marke Fendt zusam- men getragen. Mit über 200 Exemplaren dieser Schmuckstücke, angefangen beim ersten Modell des Jahres 1932, steht fast jeder Typ hier, der in den folgenden Jahrzehnten die Produktionshallen verlassen hat.
Nach dieser lehrreichen Führung war es nur noch eine kurze Strecke bis nach Huldingen, wo im Restaurant „K“ ein leckeres Mittages- sen auf uns wartete. Gesprächsstoff war bei vielen von uns der Besuch der Traktorensammlung, da deren Umfang in nicht-land- wirtschaftlichen Kreisen wenig bekannt ist und eine viel bewunderte Überraschung darstellte.
Nach dem Mittagessen fuhren die Teilnehmer dann zur zweiten Etappe durch die ländliche Umgebung des Öslings. Für mich hielt die Nachmittagsrunde eine eher unangeneh- me Überraschung parat. Ich war mit meinem Copiloten in meiner 190-Dieselheckflosse wie alle anderen Teilnehmer gemütlich in den Öslinger „Bergen“ unterwegs, als unser fahrbarer Untersatz plötzlich einfach keinen Millimeter mehr weiterfahren wollte. Tro- ckenpanne! Bei fast voller Füllstandsanzeige und gleichzeitigem Aufleuchten der Warnlampe, war der Schuldige schnell gefunden:
der Schwimmer im Tank war hängen ge- blieben und gaukelte dem nichts ahnenden Fahrer einen immer vollen Tank vor. Ein von einem anderen Teilnehmer herbeigezauber- ter Kanister mit Treibstoff und helfende Hände beim Entlüften der Leitungen brachten die Fuhre dann wieder schnell ans Laufen – zu- erst aber nur bis zur 5 km entfernten Tank- stelle, bevor die Fahrt nach Bourscheid weiterging, wo eine Kaffeepause in der Brasserie du Vieux Moulin eingelegt wurde.
Die restlichen 40 km führten uns dann wieder in Richtung Süden, wobei die Fahrzeug- kolonne stets kürzer wurde, da verschiedene Teilnehmer nicht mehr bis nach Walferdingen zurückfuhren und den Heimweg von unterwegs antraten. Die anderen nutzten die Gelegenheit, um beim gemeinsamen Abend- essen im Restaurant „La Ciociara“ den Tag Revue passieren zu lassen.
TEXT UND FOTOS Guy M.
